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Liebe Eltern,                                                
gerne informiere ich Sie heute über den am gestrigen Nachmittag veröffentlichten Fahrplan des Kultusministeriums zur weiteren Öffnung des Schulbetriebes.
Frau Dr. S. Eisenmann betont bereits zu Beginn ihrer schriftlichen Presseerklärung Nr. 48/2020:
„Wir wollen die Schulen und Kitas zügig, aber schrittweise und besonnen öffnen. Das Corona-Virus ist immer noch da,(…). Vorschnell irgendwelche Erwartungen zu wecken, die nachher nicht erfüllt werden können, hilft niemandem. Auch nach der nun anstehenden schrittweisen Rückkehr an die Schulen und Kitas werden es keine Normalbedingungen wie vor der Corona-Krise sein.“                             

Viertklässler sollen am 18. Mai starten
Entsprechend des vorgegebenen Fahrplans werden wir ab 18. Mai 2020 nur mit den Viertklässlern wieder in den Präsenzunterricht einsteigen.

„Der Unterricht soll sich dabei auf die Kernfächer konzentrieren, es wird ein reduziertes Angebot sein. Außerdem wird die Klassengröße halbiert, um dem Abstandsgebot Rechnung tragen zu können. (…) Wir gehen von zwei bis drei Unterrichtsstunden am Tag aus.“                             

Nach den Pfingstferien rollierendes System
Erst nach den Pfingstferien soll es für alle Klassen in einem rollierenden System Präsenzunterricht geben, der mit den Fernlernangeboten verzahnt werden soll.
„Das rollierende System sieht so aus, dass die Kinder im wöchentlichen Wechsel an die Schule kommen - eine Woche die Erst- und Drittklässler, eine Woche die Zweit- und Viertklässler. Der Turnus ist: immer eine Woche Unterricht an der Schule und dann wieder eine Woche Fernlernen von Zuhause aus. (…)Der Schwerpunkt liegt auf Deutsch, Mathe und Sachunterricht - Noten und Klassenarbeiten sind zweitrangig.“            
Gemäß den Vorgaben werden wir mit dem Schulleitungsteam die Wiederaufnahme des Schulbetriebs planen und Sie über die konkreten Unterrichtszeiten Ihrer Kinder rechtzeitig informieren.
Herzliche Grüße

Ihre Schulleitung

PS: Die vollständige Presseerklärung und ausführliche Informationen finden Sie unter www.km-bw.de
Bei strahlendem Sonnenschein haben wir (Herrn Scheurlen und Frau Thaddey) uns auf den Weg durch Biberach gemacht, um einige Familien am offenen Fenster, an Balkonen oder vor der Türe musikalisch zu unterhalten. Dabei kamen nicht nur eine Gitarre sondern auch andere musikalische Instrumente zum Einsatz.
Bei allen Besuchen stieß wir auf offene Ohren und aufmerksame Zuhörer.
Einmal wurden wir von einer Schülerin sogar auf dem Cello begleitet, was eine tolle Bereicherung war. Das gemeinsame Singen bekannter Lieder und die Freude, die Schulkinder gesund und munter anzutreffen, tröstet uns ein wenig über die kontaktarme Zeit hinweg.
Vielleicht mag der eine oder andere auch mal wieder unsere gelernten Lieder auffrischen? In zwei Wochen werden wir uns als Team erneut auf den Weg machen, um Familien zu besuchen und mit ihnen in gebührendem Abstand zu singen.
Anmeldungen und weitere Informationen zum Fenstersingen bei Ilona Nahmer, Tel. 07066/5874.


Die Klassenlehrer der Klasse 2




Anfang des Jahres fanden Schülerinnen und Schüler der Grundschule Biberach einen in Not geratenen Igel auf dem Pausenhof. Als Leiterin des Igel-Ateliers wurde ich sofort von den Kindern benachrichtigt. Zunächst war ich leicht überfragt, was nun am besten zu tun sei, denn wie ein gewöhnliches Igeljahr auszusehen hatte wusste ich, aber ein Igel im Januar? Der macht doch eigentlich Winterschlaf! Da half nur der Anruf bei der Igel-Connection in Massenbach. Dort gibt es eine Igel-Auffangstation die ehrenamtlich geleitet wird. Frau Krä-mer teilte mir am Telefon mit, dass ich abends mit dem kleinen Igel vorbeikommen soll. Gesagt getan.
Frau Krämer holte ihn ohne Angst vor den piksenden Stacheln aus dem Korb und begutachte-te den auf dem Schulhof gestrandeten Igel. Zunächst einmal zwei, drei Sprüher Desinfekti-onsmittel auf die Stacheln, welche die Flöhe direkt Schutz in meinem grobmaschigen Schal suchen ließ. Das Wiegen ergab zudem 380 Gramm, viel zu wenig, als dass der kleine Igel es schaffen würde. Er würde erstmal in der Igelstation bleiben und von Frau Krämer gefüttert werden, bevor er zur Obhut wieder von mir abgeholt werden dürfte. Eine Woche später er-reichte mich leider der Anruf, dass unser kleiner Igel es nicht geschafft hatte. Dies ist nicht selten der Fall. Frau Krämer hatte es mit allen Mitteln versucht, aber er wollte einfach nichts fressen. Traurig über die Nachricht, berichtete ich meinen Schülerinnen und Schüler davon. Tage später rief mich Frau Krämer erneut an und teilte mir mit, es sei ein weiterer Igel abgegeben worden, diesmal ein Mädchen mit 542 Gramm.  Die Igelstation wäre dank-bar über eine Bleibe bis es warm genug ist um draußen Nahrung zu finden. Natürlich stimm-te ich sofort zu, den Igel abzuholen. Mit dem Igel bekam ich einen Hasenstall, ein Häuschen aus Holz und einen Zettel, was denn der Igel zu fressen bekommen soll. Igel ernähren sich übrigens nicht von Äpfeln, auch wenn Igelbilder das gerne abbilden. Vielmehr essen Igel gerne die Würmer die darin leben. Aber dazu später mehr.

Auf dem Schulgelände wurde nun mit Hilfe von Herrn Grünewald eine geeignete Stelle ge-sucht und gefunden. Als zusätzlichen Schutz vor der Kälte am Boden und der Nässe von oben wurde eine Holzpalette und eine Plane herbeigeschafft.
Im Igel-Atelier durfte der Igel nun ausführlich bestaunt werden. Auf einem kleinen Handtuch durfte jeder und jede die sich trauten den Igel halten. „Der hat aber lange Beine!“ „Und ei-nen kleinen Stummelschwanz!“. Weitere Aussagen wie „Ooooh ist der süß.“ und „Uuuhh der riecht aber…“ mischten sich in das Staunen über unseren lebenden Besuch ein. Wer bereits einen Igel beherbergt hat weiß, dass man keine empfindliche Nase haben darf. Nachdem die Kinder den Igel ausführlich beobachtet haben, ging es gemeinsam an die Arbeit. Neue Zei-tung im Stall und dem Haus auslegen, Stroh ins und ums Haus, das Schälchen mit frischem Wasser füllen und die Nahrung zubereiten. Für alle Kinder gab es etwas zu tun. Aber was hat der Igel jetzt eigentlich zu fressen bekommen? Würmer und Insekten im Januar zu suchen könnte ziemlich lange dauern… Doch es geht auch einfacher. Und so sah das Vier-Gänge-Menü aus: Katzennassfutter -ohne Fisch, Igeltrockenfutter aus Haferflocken, Sonnenblumen-kernen, Trockenfrüchten und getrockneten Maden und Mehlwürmern, obendrauf etwas un-gewürztes Rührei und zum Abschluss drei feinsäuberlich geschnittene Bananenscheiben. Denn süße reife Früchte verschmähen die stacheligen Vierbeiner nicht! Aber auf keinen Fall darf man Igeln Milch geben, davon bekommen sie schlimme Bauchschmerzen.
In den nächsten Wochen halfen mir nicht nur die Kinder des Igel-Ateliers beim Sauberma-chen und Füttern, sondern auch einige Kinder aus anderen Klassen. Denn gegen die Annah-me, dass der Igel wieder in einen langanhaltenden tiefen Winterschlaf fallen würde, war er lediglich in eine Winterruhe verfallen. Jedoch vermieden wir natürlich stets, den Igel unnötig zu stören. Als das Wetter Mitte März nun milder wurde und der Igel gestärkt und rund war, wurde es Zeit ihn freizulassen. Daher brachte ich ihn eines Abends an eine geeignete, abge-legene Stelle im Osten von Heilbronn. Die Wiesen werden ihn mit vielen Insekten versorgen und das Geäst ihm Unterschlupf bieten.   
Dennoch kam ich die ersten Tage vorbei und legte etwas Futter für ihn aus. Ob er es war, der es gefunden hat? Wer weiß. Igel sind nachtaktiv und futtern am liebsten dann, wenn keiner sie dabei stört.
Die Kinder und ich wünschen ihm alles Gute und bedanken uns für den stacheligen Besuch!



    


Auch der Kinderschutzbund beschäftigt sich mit Corona und hat eine Eltern-Hotline ins Leben gerufen.
Nähere Infos finden Sie hier:

Eltern-Hotline
Seit Dienstag, dem 17. März ist die Schule geschlossen.
Kinder, Eltern und Lehrer mussten sich auf die neue Situation einstellen.
Wie das klappt beschreiben Elif und Ben aus den Klassenstufen 2 und 3.  
 
Ben (3b): „Ich vermisse die Schule sehr. Aber mein Homeoffice ist auch toll. Ich fange jeden morgen um die gleiche Uhrzeit an als wär richtig Schule. Dann arbeite ich an meinem Stundenplan alle Fächer ordentlich durch. Zwischen den Fächern habe ich eine Pause wie in der Schule. Wir machen auch Sportunterricht mit unserem Hund. Dann gehen wir zu den Hühnern auf das Feld und spielen Ball.“

Auch Bens Mama zieht nach der ersten Woche ein positives Fazit: „Bei uns klappt das Homeoffice entgegen meiner Befürchtungen super. Wir haben Ben eine Lernstation eingerichtet. Da er sehr traurig war, alle Lehrer und Freunde lange nicht zu sehen, gab es am ersten Schultag eine „Trostschultüte.“

Elif aus Klasse 2 b freut sich über die tollen E-Mails ihrer Klassenlehrerin und die Grüße von Klassentier Konstantin und seinen neuen Freunden.
Den Homeoffice-Wochenplan erledigt auch sie sehr gewissenhaft und hat viel Spaß an den praktischen Aufgaben z.B. zur Ofenkartoffel.
Natürlich wäre es schöner, wenn sie sich in ihrer Freizeit mit ihren Freunden treffen könnte. Aber auch dafür hat sie eine Lösung:
„Ich kann mich zwar mit meinen Freunden nicht treffen, aber wir machen jeden Tag Videoanrufe, tauschen uns aus und naschen manchmal auch gemeinsam Süßigkeiten. Nur Schade, dass wir diese nicht übers Telefon teilen können.“

Tayfun (3a) berichtet, dass er mit seinem Stundenplan zuhause gut zurechtkommt. Manchmal braucht er etwas Hilfe. Gut gefällt ihm das Buch „Lilli und Flosse“, das er mitbekommen hat und in der Zeit zuhause lesen soll.

Insgesamt kommen zahlreiche positive Rückmeldungen aus den Familien bei der Schule an. Auch das tolle Wetter der vergangenen Woche hat uns allen sicher gut getan. Manch einer stellt fest, dass sich in diesen „verrückten Zeiten“ ein Gefühl der  Entschleunigung einstellt. Viele Termine, die den Alltag bisher getaktet und bestimmt haben fallen weg und lassen Raum für Neues.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und uns allen weiterhin das Beste aus der Situation zu machen. Bleiben Sie gesund!
Ihre Schulleitung
S. Görmez